Bildung für nachhaltige Entwicklung

Was ist Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) will den Gedanken der Nachhaltigkeit in alle Lebensbereiche bringen, in denen Menschen lernen. Sei es im Kindergarten, in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit – auch außerhalb von Klassenzimmern oder Hörsälen sollen die Menschen verstehen lernen, dass ihr Handeln Konsequenzen hat. Dafür vermittelt Bildung für Nachhaltige Entwicklung den Menschen Gestaltungskompetenz. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Wissen über nachhaltige Entwicklung zu haben und es auch anwenden zu können – also zum Beispiel zu verstehen, dass die Entwicklung von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenhängen und davon ausgehend Entscheidungen zu treffen. Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist also kein neues Unterrichtsfach, sondern sie richtet sich an alle Menschen in allen Lebenslagen, denn Nachhaltigkeit geht jede und jeden von uns an!

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Die Vereinten Nationen haben diese Gedanken mit der sogenannten UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ umgesetzt. Für die Jahre 2005 bis 2014 haben sich ihre Mitgliedsstaaten verpflichtet, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in ihren jeweiligen Bildungssystemen zu verankern. Die UN-Dekade war aber kein abgeschlossenes Projekt. Sie soll als Auftakt für einen Prozess des gesellschaftlichen Umdenkens verstanden werden, von dem ausgehend neue Entwicklungen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung entstehen. Im Jahr 2015 und damit nach Ende der Dekade hat die UNESCO zum Beispiel eine so genannte „Roadmap“, also einen Fahrplan zum Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ veröffentlicht. Darin befinden sich vielfältige Überlegungen, wie BNE weiterhin und auch nach Ende der UN-Dekade in den Gesellschaften der Welt verankert werden kann.

Unsere Empfehlungen für die weitere Beschäftigung mit der BNE:

Auf der Seite der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. und auf dem BNE-Portal der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. sowie im „Lexikon der Nachhaltigkeit“ der Aachener Stiftung Kathy Beys finden sich weitere, sehr gute und vielfältige Informationen.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Biosphärenreservate

Fotografie: Dieter RuoffBiosphärenreservate sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung. Sie sollen Beispiel dafür geben, wie der Schutz der biologischen Vielfalt und der natürlichen Ressourcen mit einer nachhaltigen Nutzung einhergehen können. 1995 wurde in Sevilla das Konzept der Biosphärenreservate modernisiert. Es wurde beispielsweise festgelegt, dass Forschung, Umweltbeobachtung, Bildung und Ausbildung in Biosphärenreservaten eine wichtige Rolle spielen sollen. Die Einbindung und Beteiligung der Bevölkerung ist dafür maßgeblich, dies ist auch der Sevilla-Strategie zu entnehmen.

Die Sevilla-Strategie für Biosphärenreservate

Deshalb ist Bildung für Nachhaltige Entwicklung heute eine der Hauptaufgaben von UNESCO-Biosphärenreservaten. Auf den folgenden Seiten können Sie lesen, wie dieser Auftrag mit Ihrer Hilfe umgesetzt werden kann!